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Die Vor- und Nachteile von Auslandkrediten
Das Zinsniveau eines jeweiligen Landes wird von dessen Zentralbank festgelegt. Diese Festlegung erfolgt auf Basis des jeweiligen Wirtschaftswachstums, aber auch unter Berücksichtigung von Inflation und Beschäftigung. Dies führt dazu, dass in verschiedenen Ländern auch unterschiedliche Zinsniveaus herrschen, um die dortige Wirtschaft zu unterstützen bzw. zu bremsen.
Anleger, aber auch Kreditnehmer versuchen, diese Zinsunterschiede auszunutzen und schließen Bankprodukte in anderen Ländern ab. Bei Kreditaufnahmen im Bereich der Baufinanzierung können so in Niedrigzinsländern wie der Schweiz oder Japan einige Prozentpunkte gespart werden, was für die gesamte Kreditlaufzeit Einsparungen von mehreren Tausend Euro bedeuten kann. Kredite aus dem Ausland haben weiterhin den Vorteil einer hohen Flexibilität, denn sie werden nicht mit langen Zinsbindungszeiten verkauft.
Vielmehr beträgt die Zeit der Zinsbindung nur zwischen ein bis zwölf Monate bzw. werden die Kredite sogar variabel verzinslich abgeschlossen. Dies bietet den Kreditnehmern die Möglichkeit, auf Zinsänderungen zu reagieren, was insbesondere bei fallenden Zinsen einen großen Vorteil bedeutet. Diese Flexibilität bedeutet aber auch ein hohes Risiko, denn im Fall steigender Zinsen ist mit einer Erhöhung der monatlichen Belastung zu rechnen.
Ein weiteres Risiko bei Auslandskrediten ist das Währungsrisiko, denn diese Kredite werden natürlich in der jeweiligen Landeswährung aufgenommen. Bei steigenden Währungskursen steigt somit auch die Kreditbelastung. Bei sinkenden Kursen jedoch fällt die Darlehensschuld, die Kreditbelastung sinkt. Daher sollten Kreditnehmer immer die Entwicklung der Währungskurse beachten und entsprechend reagieren.
