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Warum handelt es sich bei Bankkonditionen um ab-Konditionen?
Im Januar 2007 traten in Europa die neuen Eigenkapitalrichtlinien nach Basel II in Kraft. Nach diesen müssen die Banken nun die jeweiligen Kreditrisiken der Kunden sehr genau kennen, denn sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, welches Eigenkapital als Rücklage dienen muss. Da die Bindung von
Eigenkapital den Banken hohe Kosten verursacht, werden diese den Kunden in Rechnung gestellt, und zwar über den Zinssatz. Daher müssen Kreditnehmer mit einer nur guten oder gar mittleren Bonität höhere Zinssätze bezahlen als Kunden, deren Bonität als erstklassig eingeschätzt wird.
Somit geben die Banken bei der Werbung für ihre Kredite lediglich einen ab-Zinssatz ein. Dieser kann sich dann, nach der Kreditprüfung, noch verändern. Eine solche Veränderung ist sogar in ca. 95% aller Kreditfälle nötig. Auf Werbezinsen sollte man daher nicht unbedingt achten, ein Kreditvergleich ist daher auch nur noch nach einer Detailprüfung möglich. Einige Plattformen bieten daher bereits den Kreditvergleich anhand der Bonität an. Hier muss sich jeder Kunde selbst einschätzen (Bonität sehr gut, gut oder mittel) und erhält anhand dessen die Auswertung aller zur Verfügung stehenden Kreditangebote.
Um die Kreditwürdigkeit eines Kunden zu prüfen, sind verschiedene Daten notwendig. Hierzu gehören zum Beispiel die Höhe des Gehalts, die Dauer der Beschäftigung sowie der Wohnstatuts und der Familienstand. Anhand dieser Angaben ermitteln die Banken dann einen Score-Wert, der zwischen eins bis sechs liegt. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der persönliche Score-Wert ist, desto geringer ist auch der berechnete Zinsaufschlag. Den Werbezins erhalten jedoch nur Menschen, für die ein Wert von eins ermittelt wird.
